18.09.2007 - 15.10.2007

Aspekte des ungarischen Historismus

Deutsch-ungarische Wechselbeziehungen in der Architektur

Imre Steindl: Neues Pester Rathaus, Treppenhaus
Antal Szkalnitzky: Universitätsbibliothek, Lesesaal

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Architektur des Historismus in Ungarn, besonders in Budapest, dessen Entwicklung maßgeblich durch die engen Beziehungen zwischen Architekten aus deutschsprachigen Ländern und aus Ungarn geprägt wurde.

Nach 1867 wurde Budapest Hauptstadt der ungarischen Reichshälfte der Donaumonarchie. Es folgte ein rasanter Aufschwung, durch den sich Budapest in kurzer Zeit zu einer modernen Großstadt entwickelte. Ungarn orientierte sich nun nicht mehr primär an Wien, sondern stärker an anderen Zentren des deutschen Sprachraums. Zahlreiche ungarische Architekten studierten an deutschen Hochschulen, insbesondere an der Bauakademie in Berlin, und führten den neuen Stil in ihrer Heimat ein.

Der Historismus in Ungarn war außerdem mit dem Wirken deutscher Architekten in Ungarn verbunden. Sie beteiligten sich an den Ausschreibungen für große Bauprojekte wie die Ungarische Akademie der Wissenschaften, die zwischen 1860 und 1865 nach Plänen Friedrich August Stülers errichtet wurde.

Die gute wirtschaftliche Lage in Budapest in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ermutigte schließlich zahlreiche deutsche und österreichische Architekten, sich in Ungarn niederzulassen und dort zu arbeiten.

Budapest ist noch heute eine von der Architektur des Historismus geprägte Stadt, während das gleichzeitig entstandene Stadtbild von Berlin, das für viele junge ungarische Architekten Inspiration und Vorbilder bot, weitgehend verschwunden ist.

Die Bilder der Fotografen Mathias Marx (Potsdam) und József Hajdú (Budapest) spiegeln auf eindruckvolle Weise den Glanz der ungarischen Gründerzeit, in dem das Streben der ungarischen Nation nach Unabhängigkeit und Modernisierung zum Ausdruck kommt.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Öffnungzeiten

Mo – Fr
11:00 – 16:00 Uhr

Eine Ausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Forschungsinstituts für Kunstgeschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften

Von Berlin nach Budapest | Berlinből Budapestre
Aspekte des Historismus in der ungarischen Architektur | A historizmus aspektusai a magyar építészetben | Nur noch Restexemplare!

»Eine akademische, präzise, gleichzeitig jedoch etwas trockene Bauform«
Werkstattgespräch im Rahmen der Ausstellung »Aspekte des ungarischen Historismus. Deutsch-ungarische Wechselbeziehungen in der Architektur« in der Technischen Universität Berlin am 26. Januar 2007

Sinfonie einer Großstadt

Aspekte des ungarischen Historismus
Deutsch-ungarische Wechselbeziehungen in der Architektur

Aspekte des Historismus – A historizmus aspektusai
Deutsch-ungarische architektonische Beziehungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Német-magyar építészeti kapcsolatok a 19. század második felében.

Lage


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